The Usual Suspects – Gamer gegen Terror

Als erstes einen kleinen Blick auf die Psychologie der Situation. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erscheinen in den letzten Jahren immer wieder in den Schlagzeilen wegen grausamer Gewaltverbrechen. Ebenso sind in den letzten Jahren immer wieder spektakulaere Selbstmorde von Jugendlichen in den Schlagzeilen. Seltsamerweise werden diese beiden Themen nie in Zusammenhang gestellt, obwohl es doch so naheliegend ist, das Vorkommen von Gewalt als ganzes zu betrachten, die gegen andere wie auch die gegen das Individuum selbst. Man lese auch dazu folgenden Artikel, der ausnahmsweise wissenschafltich fundiert, sich ausserordentlich als Grundlage fuer eine Auseinadersetzung mit dem Thema Gewalt und Jugend eignet: KÖRPERLICHE LUST UND DIE URSPRÜNGE DER GEWALTTÄTIGKEIT Von James W. Prescott http://www.violence.de/prescott/bulletin/article-d.html Soviel zu einer loesungsorientierten Diskussion des Themas, vorerst. Eltern, Schule und Gesellschaft befinden sich lange nicht auf diesem Weg. Wie in vielen Problembereichen unseres Zusammenlebens werden hier schnell Urteile ueber die “Ueblichen Verdaechtigen” gefaellt, welche das auch immer sind fuer die gerade behandelte Thematik. Wichtig dabei ist das sie einfach zu benennen sind und dem Mainstream mindestens suspekt sind, besser noch auf ihn abstossend wirken. Zugegeben ist dies eine sehr alte und durch viele Kulturen tradierte Vorgehensweise, die man vielleicht auch noch mit einem Schuss Konservativismus versuessen kann. Bei schonungsloser Betrachtung faellt aber auf das die Wurzeln dieses Verhaltens historisch dann doch zu Nahe an dem Erlernen des Aufrechten Gangs liegen. Natuerlich verstehen wir alle als weniger Betroffene besser zu Differenzieren und Distanz zu wahren. Wir sollten den Betroffenen mit all unserem Mitgefuehl Trost spenden, ohne ihnen Luegen oder Halbwahrheiten als Morphium zu verabreichen. Wir schulden es ihrer seelischen ayurveda medizin Gesundheit und ihrem zukuenftigen Leben als unmittelbare und Mittelbare Opfer, ihnen nicht vorschnelle Feindbilder zur Ablenkung zu liefern, sondern echte Trauerarbeit leisten, die hilft wirklich aufzuarbeiten und zu verstehen was passiert ist. Medienwirksame Politik in Wahlkampfzeiten hat mit dem Notwendigen soviel zu tun, wie der moderne Politiker mit dem Idealbild von Aristoteles, dem Gestalter der Gesellschaftlichen Zukunft. Wir verstehen besser das die Aussage der Gewalt der Jugendlichen gegen sich selbst wie gegen andere als Kommentar zu den Lebensbedingungen die sie von uns hergestellt vorfinden zu lesen ist. Wir koennen sehen das unsere Kinder unter der gewaltigen Last der Schulden die ihre Altvorderen hinterlassen zusammenbrechen. Das Ihren tiefen Zukunftsaengsten nur wenig positive Perspektiven entgegen stehen und das sie alleine im aggressiven Wettbewerb des neoliberalen Globalismus bestehen lernen muessen, so frueh wie moeglich. Vielleicht sollten wir unsere schwarzen Kreuze und die Bilder der Opfer nicht an Schulen Bruecken und Baeumen plazieren, sondern an den Parlamenten und Boersen. In dieser Gesellschaft der Selbstbediener, in dem die Regeln der Arena der Alphatierchen herrschen, ist es kein Wunder das wir Opfer unter Schwachen und Schwaechsten zu beklagen haben, denjenigen die dem Druck und der Agressivitaet am wenigsten entgegen zu setzen haben. Und so erklaert sich warum wir alle auch die Taeter immer als Opfer verstehen, wenn sie so jung sind. Aber wir sollten uns selbst gegenueber ehrlich und sorgfaeltig mit der Suche nach den Gruenden und Loesungen sein, das Schulden wir der Zukunft unserer Kinder. “Glueck fuer alle, umsonst, niemand soll erniedrigt von hier fortgehen” i Rotfuchs in Strugatzki’s “Picknick am Wegesrand” i s.a. Tarkowskij “Stalker”

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